.

Bieriges Wissen I, J, K, L

Isarfloßfahrt. Alljährlich starten in den warmen Monaten die Flösse von Wolfratshausen in Richtung München mit Anlegeplatz Thalkirchen. Zu einer zünftigen Floßfahrt gehörten neben einer gemütlichen Gesellschaft, auch mehrere Bierfässer und eine Dixiland-Band.

Jahrgangsbiere. Die meisten Biere sollte man so schnell wie möglich trinken, den sie werden mit der Zeit eher schlechter. Trotzdem gibt es auch eine Handvoll Bierspezialitäten, die mit zunehmendem Alter immer besser werden. Dies war der ursprüngliche Sinn des französisches Ausdrucks Bière de garde, und das flämische Provisie Bier hat diese Bedeutung heute noch. Ein Bräu, das durch Lagerung immer besser wird, ist das bei Kennern hochgeschätzte Thomas Hardy’s Ale: Sammler aus den USA haben vor Jahren Flaschen aus den 60er Jahren zu einem Preis von 1000 Dollar zum Verkauf angeboten.Das Feuerfest aus Deutschland trägt zwar keine Jahreszahl, dafür hat aber jede Flasche eine Nummer, denn dieses Bier wird nur in einer begrenzten Stückzahl hergestellt.

Courage’s Imperial Russian Stout ist das klassische Beispiel eines Jahrgangsbieres. Es wird in Großbritannien gebraut und wurde ursprünglich für den Export nach Russland zur Zeit der zaristischen Herrschaft hergestellt. Mehrere Brauereien und Schiffsführer exportierten im 16. und 17. Jahrhundert “Imperial” Stout. Das Courage Stout ist der letzte direkte Nachkomme dieses Exporthandels; seit einigen Jahren ist es in Großbritannien weniger leicht erhältlich als in einigen kontinentaleuropäischen Ländern. Da dieses Bier heute nicht mehr allzu lange in der Brauerei lagert und reift, bekommt es ihm ganz besonders gut, wenn man es ein oder zwei Jahre bei einer idealen Temperatur von 12° aufbewahrt. Erst seit ein paar Jahren produziert ein weiterer britischer Brauer namens Samuel Smith ein Imperial Stout für den Export nach den USA. Doch zum Lagern ist dieses Bier ebenso wenig bestimmt wie das Koff Imperial Stout aus Finnland.

Jean Bière. Ein Biermixgetränk aus Frankreich. Man gieße in ein Glas 2 cl Cognac und fülle dies mit kaltem, hellem Bier auf und fertig ist das Jean Biére.

Kalium. Das Element Kalium ist in 1 Liter Bier mit zwischen 0,42 und 0,57 mg enthalten.

Kalorien. Durch unser immer stärker werdendes Ernährungsbewusstsein spielen die Kalorien natürlich eine große Rolle. Doch eigentlich wird Bier zu Unrecht die Dickmacherei nachgesagt. Im Vergleich zu anderen Getränken können Sie mit Milch oder Limonade schneller Speck ansetzen. Hier nur einige Kalorienbeispiele. Z. B. enthält 1/2 l Exportbier 230 Kal., 1/2 l Orangensaft 240 Kal., 1/2 l Diätbier entspricht 206 Kal., und 1/2 l Traubensaft entspricht 370 Kal.

Kalzium. 1 Liter Bier enthält im Schnitt zwischen 0,06 und 0,09 mg Kalzium.

Karl der Große. Jener Herrscher hat das Bierbrauen stark gefördert, nicht zuletzt, weil er selbst gerne Bier trank.

Keimblätter. Diese werden nach dem Mälzen maschinell entfernt.

Keimen. Die Rohgerstenkörner werden einige Tage in Wasser eingelegt und beginnen dabei zu keimen.

Kellertanksysteme. Die Brauereien haben nach und nach auf Container umgestellt. Sie sind hygienischer und weisen ein größeres Fassungsvermögen auf. Die Großgaststätten haben sich aus diesem Grund ebenfalls auf Großtanks im Bierkeller umgestellt. Es gibt verschiedene Kellertanksysteme, in der Form wie in der Ausstattung. Das Material ist meist aus Kunststoff oder rostfreiem Stahl.

Kellertemperatur. Jedes gute und gepflegte Bier sollte bei einer Kellertemperatur zwischen 0 und 4 Grad gelagert werden.

Klassische Bierarten. Diese werden in zwei große Gruppen geteilt, und zwar in die obergärigen und die untergärigen Biere.

Kleinbier So lautet der Ausdruck für ein Bier mit geringer Stammwürze, auch bekannt unter dem Namen “Dünnbier” und “Schmalbier”.

Klöster. Bier und Klöster scheinen untrennbar verbunden, aber so alt wie man denkt, ist das Klosterbier gar nicht. Recherchen reichen bis zur Zeit Karl des Großen zurück, d. h. die Mönche begannen das Bierbrauen erst zwischen dem 6. und 7. Jahrhundert.

Klosterbier. In Klöstern wurde verstärkt Bier gebraut, als man feststellte, dass kräftig gebrautes Bier (dunkles, malziges) gegen den Hunger half. So wurde dem Fasten (“Flüssiges bricht Fasten nicht”) ein Schnippchen geschlagen.

Klosterbrauereien. Auch heute ist Klosterbier sehr beliebt und sehr bekannt. Manche Klöster haben sogar eine Gaststätte, in der im schattigen Biergarten das Klosterbier dann doppelt so gut schmeckt.

Klosterschenken. Bierbrauende Klöster, die zumeist auch an Ort und Stelle Bier ausschenk(t)en.

Kölsch. Ein obergäriges, hellgoldenes Bier das nur in Köln und seiner unmittelbaren Umgebung gebraut werden darf. Es gibt nur etwa 26 Brauereien, die das Recht besitzen Kölsch zu brauen.

Kohlenhydrate. 1 Liter Vollbier enthält im Durchschnitt etwa 38 bis 40 g Kohlenhydrate.

Kohlensäure. Sobald die Hefe die Würze gären lässt, wird aus einem Teil Zucker Alkohol und Kohlensäure. Beim Anzapfen eines Bierfasses wird dann künstlich Kohlensäure ins Fass geleitet. Zum ersten sorgt sie dafür, den Druck im Zapfhahn zu erzeugen und zum zweiten perlt die bereits vorhandene natürliche Kohlensäure nicht aus. Die natürliche Kohlensäure ist für den Geschmack, die Bekömmlichkeit und das Aussehen des Bieres zuständig.

Kohlensäureflasche. Diese muss immer aufrecht stehen und ist daher gegen eventuelles Umfallen abzusichern.

Kosmetik. Bierhefetabletten sollen das Wohlbefinden steigern, mit Biershampoo werden Haare gewaschen, und der Bierschaum wurde früher als Schaummaske für das Gesicht empfohlen.

Kräusen. Sobald das Gären im Bottich beginnt, zeigt sich nach etwa 24 Stunden eine dicke, weiße Schaumschicht an der Oberfläche, welche Kräusen genannt wird.

Kristallweizen. Sobald die Hefe vor dem Abfüllen in Flaschen herausgefiltert wird, erhält das Weizenbier eine klare Farbe und Konsistenz, daher der Name “Kristall” (= Champagner-Weizen).

Kühlschiff. Dieses wurde auch noch nach der Erfindung der Kühlmaschine bis ca. 1900 verwendet. Dabei wurde die heiße Würze in handgefertigte, metallene, längliche Gefäße geschüttet und wo sie abkühlen konnte.

Kühlwasser. Wie der Name schon sagt, Wasser das zum Kühlen des Bieres gebraucht wird.

Kunst. Die Bierbrauerkunst beginnt beim Kochen der Bierwürze aus Wasser, Malzschrot und Hopfen.

Lagerbier. Eine frühere Bezeichnung für zumeist untergärige Biere, die einige Monate oder sogar länger im Keller lagerten, bevor sie zum Ausschank kamen.

Lager Lime. Ein beliebtes Biermixgetränk aus England. Man gieße 2 cl Rose’s Lime Juice in ein Bierglas und fülle dies mit hellem Bier auf und fertig ist der Lager Lime.

Lagerräume. Bier sollte in dunklen und kalten Räumen gelagert werden, denn Licht “tötet das Aroma”.

Lagertemperatur. Die ideale Kühltemperatur liegt bei 4 Grad. Wobei das Bier nach Bedarf kurz vor dem Gebrauch in den Kühlschrank gestellt werden kann.

Lagerung. Bierflaschen können Sie stehend oder liegend lagern – es entsteht kein Qualitätsverlust.

Läuterbottich. Die fertige Maische wird in einen großen Bottich geleitet. Sobald die Flüssigkeit zur Ruhe kommt, setzen sich unlösliche Bestandteile am Boden des Läuterbottichs ab. Die Funktion des Läuterbottichs ist im Grunde die eines großen Siebs.

Latzenbier. Ein besonders stark eingebrautes Altbier.

Lebensmittel. Lagern Sie keine Lebensmittel oder Leergut im Bierkeller.

Leber. Bier ist zur Leber sehr freundlich – im Gegensatz zu Schnaps. Das Bier regt die Leber zu erhöhter Glykogenproduktion an.

Lupolon. Dies ist ein Hopfenextrakt, dem beruhigende und entspannende Eigenschaften nachgesagt werden.

Lupulinkörner. An den weiblichen Blütenständern des Hopfens finden sich kleine, klebrige Drüsen, sogenannte Lupulinkörner. Diese enthalten ein Sekret mit wichtigen Inhaltsstoffen, wie Bitter- und Gerbstoffe und Hopfenöle.

.