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Bieriges Wissen M, N, O, P

Magnesium. Ist in 1 Liter Bier mit ca. 0,05 mg vertreten.

Mahlzeit. In Ägypten (vor ca. 2500 Jahren) hieß das Schriftzeichen für Mahlzeit wörtlich übersetzt “Brotbier”. Das gibt genügend Aufschluss über die Beziehung der Ägypter zum Bier.

Maibock. Ein Starkbier das zum Frühlingsanfang im Mai gebraut wird.

Maischbottich. In diesem wird das Malzschrot mit Wasser vermischt.

Maische. Darunter versteht man den Brei, der aus geschrotetem Darrmalz und Wasser besteht.

Maischen. Ein im Brauwesen entwickelter Ausdruck für “mischen”.

Maischpfanne. Die Mischung aus Malz und Wasser kommt in die Maischpfanne oder den Maischbottich. Benötigt man vor allem zur Maischekochung bei Mehr-Maisch-Verfahren.

Maltosezucker. Die Amylasen (Fermente) verwandeln beim Getreidekorn Stärke in Maltosezucker.

Malz Ist wohl die “Seele” des Bieres. Die Gerste wird durch Anfeuchten zum Keimen gebracht. Während dieses Vorgangs, dem Mälzen, wird die Umwandlung von Stärke in Zucker vorbereitet. Das entstandene Produkt “Grünmalz” wird gedarrt. Das Darrmalz wird dann geschrotet. Malz ist also nichts anderes als umgewandeltes Getreide.

Malzbier. Das erste Malzbier wurde 1492 unter dem Namen “Braunschweiger Mumme” gebraut. Typische Eigenschaften sind: sehr süss, dunkel und hoher Gehalt an Stammwürze.

Mälzen. Sobald das Getreide angefeuchtet wird und man es keimen lässt, spricht man vom “Mälzen”. Dieser Vorgang bringt die Umwandlung von Stärke in Zucker in Gang.

Mälzerei. Diese muss nicht der Brauerei angeschlossen sein, sondern ist oft ein eigenständiger Betrieb.

Malzkeime. Diese enthalten viele aufbauende Nährstoffe und Vitamine.

Märzen. Kein Starkbier, sondern ein Vollbier, das in Süddeutschland seinen Ursprung hat. Der Gehalt an Stammwürze beträgt bis zu 14 %.

Malzschrot. Das Grünmalz wird gedarrt und anschließend geschrotet.

Malzzucker. Der enthaltene Zucker im Malz verwandelt sich im Gärbottich in Wärme, Alkohol und gasförmige Kohlensäure.

Maß. Heutzutage entspricht das einem Volumen von 1 Liter; früher, besonders in Klöstern, schwankte die Maß zwischen 1 und 2 Litern.

Maßkrug. Speziell in Bayern wird gerne eine Mass Bier (1 Liter) getrunken, wobei die Maß auf dem Oktoberfest oder in den zahlreichen Biergärten ein “muss” ist.

Medizin. Bier wird gerne für das Wohlbefinden und zur Förderung der Gesundheit verordnet. Schon Doktor Eisenbart wusste um die wohltuende Wirkung des Bieres und verordnete regelrechte Kuren.

Metallgeschmack. Ein frisch gezapftes Bier kann diesen Geschmack beinhalten. Er entsteht, wenn die Bierleitung neu oder zu scharf gereinigt wurde. Das kommt allerdings nur bei Zinnleitungen vor. Die einfache Erklärung für den eigenartigen Geschmack liegt darin, dass sich Metallionen mit den Eiweißkörpern des Bieres verbinden. Möglich sind auch zu viele Eisenionen im Trinkwasser.

Mild Ale. Das billigste, milde Ale, mit geringem Hopfenanteil, meist von dunkelbrauner Farbe und mit karamellartigem Geschmack.

Milk Stout. Ein leicht milchsäuerliches, englisches Bier, auch unter dem Namen Sweet Stout bekannt.

Nachbier. Bereits die Babylonier brauten mit Begeisterung Bier. Das Bier wurde in verschiedene Kategorien geteilt. Nachbier war ein wässeriges Getränk, das mit Maischresten und Wasser aufgesetzt wurde.

Nachgären. Das “Grünbier” oder “Jungbier” wird zum Nachreifen in große Tanks geleert. Nachgären bezieht sich auf den dabei noch entstehenden Alkohol und der Bildung von Kohlensäure.

Nachreifen. Das junge Bier braucht noch Zeit zum Reifen.

Nachreifetemperaturen. Diese liegen um 0 Grad oder knapp darunter.

Nachtwächter. Darunter versteht man das über Nacht in der Leitung verbliebene Bier, das auf alle Fälle weggeschüttet werden sollte.

Nasskühler. Das sind Geräte, um das Bier für den Ausschank richtig zu kühlen. Im Vergleich zu Trockenkühlgeräten können diese Geräte höhere Leistungen erbringen.

Nikotinsäure. Der Mensch benötigt von diesem Bestandteil des Vitamin-B3-Komplexes als Tagesbedarf zwischen 12 und 18 Milligramm. In einem Liter Bier befinden sich etwa 6,3 bis 8,8 mg.

Nonnenklöster. Es waren nicht nur die Mönche, die die Bierkunst verstanden. Nein – viele Nonnen lernten schon in frühester Zeit den Beruf des Bierbrauers.

Obergärig. Die obergärigen Biere besitzen den geringeren Brauanteil; den größten Anteil bilden die untergärigen Biere wie z. B. Export, Pilsener usw. Obergärige Biere wie z. B. Weiss- oder Weizenbiere, Altbier oder Kölsch entstehen, wenn obergärige Hefe verwendet wird. Nach dem Brauvorgang setzt sich die obergärige Hefe auf der Oberfläche schwimmend ab und wird dann abgeschöpft. Für diesen Vorgang ist eine Temperatur zwischen 15 und 20 Grad notwendig. Unsere Vorfahren brauten mehr obergäriges Bier, weil das Brauen immer vom Wetter abhing. Untergäriges Bier herzustellen war schwierig, denn dazu sind Temperaturen zwischen 4 und 9 Grad nötig.

Oktoberfest. In München findet alljährlich das größte Bierfest der Welt statt, das 16 Tage dauert und am ersten Sonntag im Oktober endet. Der Anlass zu diesem Fest war die Hochzeit von Ludwig I und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen am 17. Oktober 1810. Es fanden Pferderennen und ein Fest für das ganze Volk auf der Theresienwiese statt (der große Platz wurde nach der Braut Theresia getauft). Oktoberfeste werden in aller Welt wie z. B. in Johannesburg, in Wieze/ Belgien, in verschiedenen Staaten der USA oder Kanada nachgeahmt. In amerikanischen Stützpunkten in Europa werden “little Oktoberfeste” gefeiert. Dazu gibt es original bayerische Brotzeiten wie Leberkäse, Brezen, Ochsenbraten, Sauerkraut und Würstl.

Osmose-Verfahren. Ein spezielles Verfahren zur Gewinnung von geeignetem Brauwasser. Dabei werden alkalische Karbonat-Salze durch halbdurchlässige Filter diffundiert. Wird auch gebraucht für den Alkoholentzug bei Leichtbieren und alkoholfreien Bieren.

Pasteur, Louis (1822 – 1895). Der Chemiker und Bakteriologe fand heraus, dass bei der Gärung winzige, einzellige Organismen beteiligt sind, die sogenannten Hefen aus der Gattung der Sporenpilze.

Picknick. Bei einem Ausflug ins Grüne, verbunden mit einer lockeren Mahlzeit, ist ein kleines oder auch großes Fass Bier nicht zu verachten.

Pilger. Die Wallfahrer zu den heiligen Städten waren immer sehr durstig. Sie bekamen bei Speisungen oder als Wegzehrung Haferbier, auch bekannt unter dem Namen “Cerevisia”. Die Pilger tranken ständig, beinahe obligat war aber um 9 Uhr das sogenannte “Cerevisia nonalis”, also das 9-Uhr-Bier. Dieser Brauch sollte an die neunte Stunde erinnern, in der Jesus Christus durstig am Kreuze hing.

Pils oder Pilsener. Ein Gattungsbegriff für stark gehopftes, kristallklares, untergäriges Bier mit weichem Schaum. Es gehört zu den Vollbieren. Erfunden hat es im übrigen ein bayerischer Braumeister!

Pils mit Sekt. 1/3 kalten Sekt in ein Pilsglas gießen, mit Pils auffüllen und fertig ist der Pils mit Sekt.

Plattenkühler. Die Bierwürze läuft zur Abkühlung über den Plattenkühler in den Gärkeller.

Porter. Ein ursprünglich obergäriges, tiefbraunes, stark gehopftes englisches Bier, aus gerösteter, unvermälzter Gerste gebraut. Heute wird Porter, allerdings untergärig, in vielen Ländern produziert. Porter sollte bei Zimmertemperatur getrunken werden.

Potsdamer Weisse. Eine Mischung aus Berliner Weisse und hellem Bier, serviert in einem Weißbierglas.

Prosit. Ein lateinischer Ausdruck, wörtlich übersetzt: Es möge nützen.

Prüfbogen für einen Biertest. Dieser sieht folgendermaßen aus: Prüfer, Datum und Biertyp, Glasnummer, Merkmale – Bewertung 1 bis 3, Farbe/Klarheit, Schaum, Geruch, Antrunk/Vollmundigkeit, Antrunk/Aroma, Rezens, Nachtrunk/Hopfenaroma, Nachtrunk/Bitter-Qualität, Gesamteindruck. Übrigens – bei einem Biertest wird die sortentypische Qualität des Bieres bewertet!

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